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KEFAUVER, Carey Estes (*26.07.1903 - †10.08.1963)
US-amerikanischer Politiker (Dem.) und Senator für Tennessee (1949-63).
Kefauver gewann 1956 die demokratische Nominierung zum Vizepräsidentschaftskandidaten gegen Kennedy, was später jedoch durch den Sieg der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl bedeutungslos wurde.
KELLERMAN, Roy Herman (*14.03.1915 - †22.03.1984)
Ehem. Secret Service Agent.
Kellerman war der Beifahrer im Präsidentenfahrzeug. Er hatte den ersten Schuss für einen Feuerwerkskörper gehalten. Kellerman war die einzige Person, die von der Ankunft am Flughafen Love Field bis zur Rückkehr ins Bethesda Marine Hospital nicht von der Seite des Präsidenten wich und auch bei der Authopsie anwesend war.
KERRY, John Forbes (*11.12.1943)
US-amer. Politiker (Dem.), 66. Vize-Gouverneur von Massachusetts (1983-85), Senator für Massachusetts (1985-2013) und 68. Außenminister der USA (2013-).
2004 war er der Kandidat der Demokraten bei den US-Präsidentschaftswahlen und unterlag dem damaligen Amtsinhaber George W. Bush. Im Jahre 2007 erklärte Kerry, dass er sich nicht erneut aufstellen lassen werde. 2013 trat er als Außenminister der USA die Nachfolge von Hillary Clinton an.
KIESINGER, Kurt Georg (*06.04.1904 - †09.03.1988)
Deutscher Jurist und Politiker (CDU).
Kiesinger war Ministerpräsident von Baden-Württemberg (1958-66), Bundesvorsitzender der CDU (1967-71) und dritter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1966-69). Er war anwesend bei Kennedys Rede in der Frankfurter Paulskirche.
KILDUFF, Malcolm MacGregor "Mac", Jr. (*26.09.1927 - †03.03.2003)
US-amer. Journalist und Pressesekretär der Weißen Hauses unter Präsident Kennedy.
Kilduff war während der Texas-Reise des Präsidenten der verantwortliche Pressesekretär vor Ort und hatte die traurige Aufgabe, der Öffentlichkeit um 13:30 Uhr Ortszeit den Tod des Präsidenten bekannt zu geben. Kennedy war 30 Minuten zuvor für tot erklärt worden. Der eigentliche führende Pressesprecher Pierre Salinger befand sich mit mehreren Regierungsmitgliedern in einem Flugzeug auf dem Weg nach Japan.
KING, Martin Luther, Jr. (*15.01.1929 - †04.04.1968)
US-amer. Baptistenpastor und Bürgerrechtler.
Er war in den 50er/60er-Jahren der bekannteste Sprecher der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In dieser propagierte er den zivilen Ungehorsam als Mittel gegen die politische Praxis der Rassentrennung in den Südstaaten der USA und nahm selbst an entsprechenden Aktionen teil. 1964 erhielt er den Friedensnobelpreis. Am 04. April 1968 wurde er durch einen Heckenschützen ermordet.
KLEBERG, Richard Mifflin, Sr. (*18.1.1887 - †08.05.1955)
US-amerikanischer Politiker (Dem.), Kongressabgeordneter für Texas (1931-44) und Arbeitgeber des späteren 36. Präsidenten Lyndon Baines Johnson, der für ihn als erster Verwaltungsangestellter tätig war.
1944 wurde Richard Kleberg von seiner Partei nicht mehr zur Wiederwahl nominiert. Nach dem Ende seiner Zeit im US-Repräsentantenhaus arbeitete er wieder für die King Ranch.
KOPECHNE, Mary Joe (*26.07.1940 - †18.07.1969)
US-amer. Lehrerin und Wahlkapfhelferin.
Kopechne war u.a. für Bobby Kennedy tätig und besuchte am 18.07.1968 eine Veranstaltung im Rahmen einer Segelregatta, welche am Folgetag stattfand, auf der Insel Chappaquiddick vor Cape Cod. Dort lernte sie auch Ted Kennedy kennen, der ihr nach eigenen Angaben anbot, sie zur Fähre zurück zu fahren. Dabei stürzte der Wagen in einen Teich und Kopechne ertrank, während Ted Kennedy überlebte.
KOSSUTH, Lajos de Kossuth et Udvard (auch KOSSUTH, Ludwig) (*19.09.1802 - †20.03.1894)
Ungarischer Rechtsanwalt, Politiker, Publizist und bedeutender Freiheitskämpfer, der sich bis zu seinem Tod für die Unabhängigkeit Ungarns von der Donaumonarchie Österreich einsetzte. In seiner politischen Tätigkeit war Kossuth Vertreter im Preßburger Landtag (1825-27, 1832-36) und Vorsitzender des ungarischen Landtages (1849). Kennedy erwähnte Kossuth bei seiner Rede in der Frankfurter Paulskirche.
KRAG, Jens Otto (*15.09.1914 - †22.06.1978)
Dänischer Politiker, Handelsminister (1947-50), Wirtschafts- u. Arbeitsminister (1953-57), Außenhandelsminister (1957-58), Außenminister (1958-62 u. 1966-67) und Ministerpräsident (1962-68 u. 1971-72).
In seiner Funktion als Dänischer Außenminister war Krag bei der Beerdigung von Präsident Kennedy anwesend.
KRAKAU, Knud (*25.06.1934)
Deutscher Jurist, Politikwissenschaftler und emeritierter Professor an der Freien Universität in Berlin.
Seit 1974 war Krakau Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte Nordamerikas an der Freien Universität Berlin. Von 1977 bis 1978 war er Fellow in Residence am Smithsonian Institut in Washington, D.C.. 1994 war Krakau Visiting Fellow an der Stanford University.
KRAUS, Hans, Dr. (*28.11.1905 - †06.03.1996)
US-amerikanischer Mediziner österreichischer Herkunft.
Kraus war einer der Begründer der amerikanischen Sportmedizin und Fachmann für Rückenleiden und Rehabilitationsmaßnahmen. Nach seiner Ausbildung als orthophädischer Chirurg an der Universität Wien floh er 1938 mit seiner Familie nach New York, wo er 1945 die amerikanische Staatsbürgerschaft bekam. Ab 1961 war er der führende medizinische Berater des Präsidenten. Später lehrte er an der New Yorker University School of Medicine, befor er 1973 in Rente ging.
KUMANA, Eroni "Aaron" (*??.??.1925 - †02.08.2014)
Eingeborener der Salomonen-Inseln. Kumana und sein Freund Biuku Gasa waren 1943 im Auftrag der australischen Armee als Kundschafter tätig und stießen auf die gestrandeten Crew-Mitglieder von PT-109. Kumana lebte bis zu seinem Tode noch in Konqu, Ranongga-Island.
Zur Internetseite.
LANE, Mark (*24.02.1927)
US-amerikanischer Rechtsanwalt und Buchautor.
Lane wurde überwiegend durch seine Veröffentlichungen zum Kennedy-Attentat bekannt. Hierzu veröffentlichte er mit Stand 2011 fünf Bücher. Nach seiner Ansicht war die Ermordung Kennedy’s eine Tat der amerikanischen Mafia. Auch kritisiert er immer wieder die Arbeit der Warren-Kommission. Sein Buch "Rush to Judgment" gehörte 1966 für 29 Wochen zur Bestseller-Liste der New York Times und war im gleichen Jahr Grundlage für eine TV-Dokumentation.
LAWFORD, Peter Sydney Ernest (eig. AYLEN, Peter Sydney Ernest) (*07.09.1923 - †24.12.1984)
Engl. Schauspieler.
Seine Eltern heirateten, als er ein Jahr alt war, deshalb steht in seiner Geburtsurkunde der Nachname seiner Mutter. Lawford war Mitglied des legendären "Rat Packs" und lernte in Hollywood Patricia Kennedy kennen. Die beiden heirateten 1954, 1966 wurden sie wieder geschieden. Gemeinsam hatten sie vier Kinder. Lawford hatte über lange Jahre Drogen- und Alkoholprobleme. 1984 starb er an Nieren- und Leberversagen.
LAWSON, Winston George (*??.??.1929)
Ehem. Secret Service Agent. Lawson ist gelernter Großhandelskaufmann mit militärischer Ausbildung und Studium der Geschichte an der Universität Buffalo. 1959 wurde er beim US-Secret Service aufgenommen und 1961 nach Washington, D.C. versetzt. Bald darauf wurde er Mitglied der Abteilung, welche für die Organisation der Reisen des Präsidenten verantwortlich ist. Am 04.11.63 erhielten er und sein Kollege Forrest V. Sorrels den entsprechenden Auftrag für die Texas-Reise. 1981 trat er als stellvertretender Inspektionsleiter in den Ruhestand.
LEBER, Georg "Schorsch" (*07.10.1920 - †21.08.2012)
Deutscher Politker (SPD), MdB (1957-83), MdEP (1958/59), Bundes-Verkehrsminister (1966-72), Bundes-Verteidigungsminister (1972-78) und Bundestagsvizepräsident (1979-83).
Leber war 1957-66 Bundesvorsitzender der IG Bau-Steine-Erden, deren Gast Kennedy auf dem Gewerkschaftskongress in Berlin am 26.06.1963 war.
LEE, O. H. (*27.08.1915 - †15.06.1987)
(siehe OSWALD, Lee Harvey)
LEE, Robert Edward (*19.01.1807 - †12.10.1870)
US-amer. Militärangehöriger, General des konföderierten Heeres und Oberbefehlshaber der Nord-Virginia-Armee.
Lee lebte einst im sogenannten "Arlington-House" am Potomac vor den Toren Washingtons. Das Grundstück wurde nach Ausbruch des Bürgerkrieges von den Unionstruppen beschlagnahmt und 1864 zum Friedhof umfunktioniert. Unterhalb von Arlington-House liegt heute das Grabmal von John F. Kennedy. Lee wurde 1975 von Präsident Gerald Ford posthum begnadigt.
LEMNITZER, Lyman Louis (*29.08.1899 - †12.11.1988)
US-amer. Armeeangehöriger im Range eines Generals, 21. Chief of Staff of the Army (1959-60), vierter Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff (1960-62) und fünfter Supreme Allied Commander Europe und somit auch Kommandeur des US European Command (1963-69).
Lemnitzer machte sich bei Präsident Kennedy unbeliebt, da er während der Invasion in der Schweinebucht und des Vorspiels zum Vietnamkrieg als scharfer Verfechter von militärischen Lösungen auftrat. Er war einer der Unterzeichner eines Plans für inszenierte Terroranschläge auf US-Einrichtungen um damit einen Vorwand für die Invasion Kubas zu schaffen. Kennedy verweigerte jedoch die Zustimmung. Als Folge wurde Lemnitzers Amtszeit als Vorsitzender nicht um weitere zwei Jahre verlängert.
LENIN, Wladimir Iljitsch (geb. ULJANOW) (*22.04.1870 - †21.01.1924)
Russischer kommunistischer Politiker und Revolutionär sowie marxistischer Theoretiker, Vorsitzender der Bolschewiki-Partei und der aus ihr hervorgegangenen Kommunistischen Partei Russlands (1912–1924), Regierungschef der Russischen SFSR (1917–1924) und danach der Sowjetunion (1922–1924), als deren Begründer er gilt. Ab 1901 gab er sich den Kampf- (oder auch Decknamen) "Lenin". Der mutmaßliche Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald bezeichnete sich selbst bezüglich seiner politischen Gesinnung als "Marxist-Leninist".
LINCOLN, Abraham "Abe" (*12.02.1809 - †15.04.1865)
US-amerikanischer Jurist und Politiker (Rep.), Mitglied des Repräsentantenhauses von Illinois (1834-42), Mitglied des US-Repräsentantenhauses (1846-49) und 16. Präsident der Vereinigten Staaten (1861-65). Lincoln setzte im Bürgerkrieg die Wiederherstellung der Union durch und gilt damit gleichzeitig als Befreier der Sklaven. Am Karfreitags 1865 wurde Lincoln im Ford-Theater in Washington von dem Südstaaten-Sympathisanten John Wilkes Booth in den Kopf geschossen. Lincoln erlag am nächsten Tag seiner Verletzung und war somit der erste Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel.
LINDBERGH, Charles Augustus, Jr. (*04.02.1902 - †26.08.1974)
US-amer. Pilot. Lindbergh gelang vom 20. bis 21. Mai 1927 der Nonstopflug von New York nach Paris und quasi nebenbei die erste Alleinüberquerung des Atlantiks, wodurch er zu einer der bekanntesten Personen der Luftfahrt wurde. Für seine 1954 veröffentlichte Autobiographie The Spirit of St. Louis erhielt er einen Pulitzer-Preis. 1932 wurde sein knapp zwei Jahre alter Sohn entführt und trotz Lösegeldzahlung getötet. Der vermeintliche Täter wurde gefasst und 1936 hingerichtet. Lindbergh selbst starb 1974 in seinem Haus auf Hawaii an Lymphdrüsenkrebs. Kennedy erwähnte ihn bei seiner 2. Rede zur Lage der Nation am 11.01.1962.
LOCHNER, Robert Hoyer (*20.10.1918 - †21.09.2003)
US-amerikanischer Journalist, Diplomat und Dolmetscher.
Lochner wuchs durch seine Eltern in Berlin auf und arbeitete während des zweiten Weltkriegs für die NBC. Von 1961-68 war er Direktor der RIAS in Berlin. Während des Berlin-Besuchs des Präsidenten fungierte er als einer der Dolmetscher und übte mit Kennedy seinen berühmten Satz "Ich bin ein Berliner…" ein. Lochners Tochter ist die Schauspielerin und Synchronsprecherin Anita Lochner.
LODGE, Henry Cabot, Jr. (*05.07.1902 - †27.02.1985)
US-amerikanischer Politiker (Rep.), Senator für Massachusetts (1937-44), US-Botschafter bei den Vereinten Nationen (1953-60), in Süd-Vietnam (1965-67), in der Bundesrepublik Deutschland (1968/69) und Sondergesandter der Vereinigten Staaten im Vatikan (1970-77).
Lodge verlor seinen Senatssitz 1952 an Kennedy und unterlag als Vizepäsidentschaftskandidat mit Richard Nixon dem Team Kennedy/Johnson.
LORENZ, Ilona Marita (*18.08.1939)
1959 befand sie sich auf einer Karibik-Kreuzfahrt an Bord der Berlin, auf der ihr Vater Kapitän war. Die Berlin legte kurz nach Ende der Kubanischen Revolution in Havanna in Kuba an. Sie lernte Präsident Fidel Castro bei einem Bordbesuch kennen und wurde seine Geliebte. Nach dem Ende der Beziehung wurde sie von der CIA angeworben, um Castro zu töten, was sie jedoch nicht durchführte. Verschiedene ihrer späteren Aussagen u.a. zu Geschehnissen rund um das Kennedy-Attentat gelten inzwischen als unglaubwürdig. Sie lebt heute in Baltimore.
LÜBKE, Heinrich (*14.10.1894 - †06.04.1976)
Deutscher Politiker (Deutsche Zentrumspartei u. CDU).
Lübke war während seiner politischen Tätigkeit u.a. Abgeordneter des von der britischen Militärregierung ernannten Provinziallandtages von Westfalen (1946), Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages (1947-54), Bundesminister für Ernährung (1953-59) und Bundespäsident der Bundesrepublik Deutschland (1959-69). Lübke empfing 1963 Präsident Kennedy in seiner Bonner Residenz Villa Hammerschmidt.
LYAUTEY, Louis Hubert Gonzalve (*17.11.1854 - †27.07.1934)
Französischer Militärangehöriger im Range eines Divisionsgenerals und Kriegsminister Frankreichs (1916/17).
1921 wurde er zum "Marschall von Frankreich" ernannt, die höchste militärische Auszeichnung der französischen Republik. Nach ihm wurde die marokkanische Hafenstadt Port-Lyautey benannt und eine Reiterstatue mit seinem Abbild findet sich vor dem französischen Generalkonsulat in Casablanca. Seine Gebeine liegen im Invalidendom in Paris begraben. Kennedy erwähnte Lyautey während einer Rede an der University of California.
MACK, Gary (geb. DUNKEL, Lawrence "Larry" Alan) (*29.07.1946 - †15.07.2015)
US-amerikanischer Journalist. Mack beschäftigte sich seit 1975 mit dem Kennedy-Attentat. Er war in beratender Funktion bei der Errichtung des Sixth Floor Museums in Dallas in den frühen 1980er Jahren beteiligt, arbeitete dort ab 1994 als Archivar und übernahm schließlich im Jahr 2000 das Amt des Kurators. Weiterhin engagierte er sich um die Aufklärung des Attentats. Im Laufe der Jahre relativierte er seine reine Verschwörungstheorie, glaubte aber weiterhin daran, dass die die Warren-Kommission nicht die ganze Wahrheit ans Licht brachte. Seine Namensänderung ist Folge seiner Zeit als Radio-DJ. Mack starb 2015 in seinem Haus in Arlington (Tx.) an einer seltenen Krebsart.
MACMILLAN, Maurice Harold (*10.02.1894 - †29.12.1986)
Britischer Politiker der konservativen Partei und Premierminister (1957-63). 1984 akzeptierte er schließlich den Adelstitel und wurde zum Earl of Stockton ernannt. Er ist der einzige bürgerliche Brite, der nach 1965 einen neuen erblichen Titel in der Peerage of the United Kingdom empfing und diesen auch tatsächlich weitervererbte. Macmillan war im Juni 1961 Gastgeber der Kennedys in London.
MADISON, James (*16.03.1751 - †28.06.1836)
US-amerikanischer Politiker (DR), Außenminister (1801-09) und 4. Präsident der Vereinigten Staaten (1809-17).
Madison war einer der Gründerväter der Vereingten Staaten, Autor großer Teile der Verfassung und entwarf die Bill of Rights. Während seiner Amtszeit als Präsident führte er die Vereinigten Staaten im Britisch-Amerikanischen Krieg. Kennedy erwähnte ihn in seiner Rede an der Freien Universität in Berlin.
MAGNUS, Albertus (alias Albertus Teutonicus, Albertus Coloniensis, Albert der Große, Albert der Deutsche, Albert von Lauingen) (*? - †15.11.1280)
Deutscher Priester, Leiter der Kölner Ordensschule (1248-60) und Bischof von Regensburg (1260-62). 1262 wurde er vom Papst zum Kreuzzugsprädiger für Deutschland ernannt. Nach Lehrtätigkeiten in Würzburg und Straßburg kehrte er 1269 bis zu seinem Tod wieder nach Köln zurück. 1622 wurde er selig, 1931 heilig gesprochen. Kennedy erwähnte ihn während seiner Rede vor dem Rathaus in Köln.
MALLORY, George Herbert Leigh (*18.06.1886 - †08.06.1924)
Engl. Bergsteiger.
Mellory hatte an drei Versuchen zur Gipfelbesteigung des Mount Everest teilgenommen. Im dritten Versuch 1924 verschwanden er und sein Begleiter zunächst spurlos und wurden schließlich mit Datum der letzten Sichtung für tot erklärt. Seine Leiche wurde 1999 von einem amerikanischen Bergsteiger gefunden. Die Umstände, welche zu dem Unglück führten, konnten letztlich nicht zweifelsfrei geklärt werden. Kennedy erwähnte ihn während seiner Rede an der Rice University 1962.
MARSHALL, George Catlett, Jr. (*31.12.1880 - †16.10.1959)
US-amerikanischer Militärangehöriger im Range eines Generals, Außenminister (1947-49) und Verteidigungsminister (1950/51) der USA und Friedensnobelpreisträger (1953).
Er war Hauptinitiator des nach ihm benannten Marshall-Plans zur Wiederherstellung Europas. Kennedy erwähnte Marshall in seinen Reden in der Paulskirche in Frankfurt und an der Freien Universität in Berlin.
MARX, Karl (*05.05.1818 - †14.03.1883)
Marx war ein Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung und Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft.
Zusammen mit Friedrich Engels wurde er zum einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus. Bis heute werden seine Theorien kontrovers diskutiert. Kennedy erwähnte ihn während seiner Rede vor der American Newspaper Publishers Association.
MASEFIELD, John Edward (*01.06.1878 - †12.05.1967)
Britischer Autor mit dem Titel "Poet Laureate" (ab 1930).
Vor seiner literarischen Tätigkeit fuhr Masefield bis etwa zu seinem 21. Lebensjahr auf verschiedenen Passagierschiffen zu See. Hierüber handelten später auch seine ersten Werke. Durch seine Veröffentlichungen in den Jahren 1911-13 wurde er dann 1913 in die "Academic Commitee of the Royal Society of Literature" aufgenommen. 1930 wurde er schließlich zum nationalen Dichter des Vereinigten Königreiches berufen und nach seinem Tod 1967 in der Westminster Abbey begraben.
MAYHEW, Aubrey (*02.10.1927 - †22.03.2009)
US-amer. Musik-Produzent, Songwriter und Sammler von Kennedy-Erinnerungsstücken.
Mayhew war bei verschiedenen Lables u.a. in Boston und New York aktiv. Später machte er sich einen Namen als Sammler von Kennedy-Erinnerungsstücken und veröffentlichte auch ein Buch. 1970 ersteigerte er schließlich bei einer Auktion das Gebäude der Texas School Book Depository in Dallas und behauptete später auch, im Besitz des ausgebauten Fensters zu sein, aus dem Oswald geschossen haben soll.
McCAFFERTY, Edward (*? - †06.03.1836)
US-amerikanischer Soldat im Range eines Leutnants.
McCafferty gehört zu einer etwa 200 Mann umfassenden Liste von "Alamo-Verteidigern". Zusammen mit Männern wie James Bowie und Davy Crockett wurde er bei der Schlacht in Alamo 1836 getötet. Kennedy erwähnt ihn und die anderen während seiner Rede als Senator vor dem Geistlichen Verband in Houston.
McCARTHY, Eugene Joseph (*29.03.1916 - †10.12.2005)
US-amer. Politiker (DFL), Mtglied des Repräsentantenhauses (1949-59) und Senator für den Bundesstaat Minnesota (1959-71).
McCarthy war ein ausdrücklicher Gegner seines als "Kommunistenjäger" bekannten Namensvetter. Er kandidierte 1968 in den demokratischen Präsidentschafts-Vorwahlen, unterlag jedoch nach der Ermordung Robert Kennedys innerparteilich gegen den damaligen Vizepräsidenten Humphrey. Auch weitere Versuche in den Jahren 1972 und 1976 scheitereten. Von 1973 bis 1974 war er Professor für Politikwissenschaft an der „New School for Social Research“. Seit 1977 war er freischaffender Autor. Eugene McCarthy starb im Schlaf am 10. Dezember 2005 in einem Pflegeheim bei Georgetown.
McCARTHY, Joseph Raymond (*14.11.1908 - †02.05.1957)
US-amerikanischer Politiker (Rep.) und Senator für Wisconsin (1947-57). McCarthy begründete die sogenannte "McCarthy-Ära", indem er den Verdacht der Unterwanderung Amerikas durch die Kommunisten propagierte. Während im Totenschein als Todesursache "akute Hepatitis, Ursache unbekannt" angegeben wurde, erklärten seine Ärzte, McCarthy habe schon seit einigen Wochen an einer "nichtinfektiösen" Lebererkrankung gelitten. In manchen Medien wurde daraufhin gemeldet, der Senator sei an Leberzirrhose gestorben.
McCLELLAND, Robert Nelson, Dr. (*??.??.1929)
US-amer. Mediziner.
McClelland war u.a. als Luftwaffenarzt für zwei Jahre in Deutschland stationiert. Später vollbrachte er einen Teil seiner erweitereten Chirurgenausbildung am Parkland Memorial in Dallas, wo er später auch lehrte. Bei der Behandlung von Präsident Kennedy assistierte er Dr. Perry bei der Durchführung des Luftröhrenschnitts. 
McCLOY, John Jay (*31.03.1895 - †11.03.1989)
US-amerikanischer Politiker, Jurist, Präsident der Weltbank (1947-49) und Mitglied der Warren-Kommission zur Untersuchung der Umstände des Kennedy-Attentats (1963/64).
Während der Amtszeit Kennedys war er einer seiner engeren Berater. McCloy war nach 1945 maßgeblich am politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau des Nachkriegsdeutschlands beteiligt. Er gründete 1952 mit dem deutsch-amerikanischen Bankier Eric M. Warburg, den American Council on Germany und die Atlantik-Brücke.
McCORMACK, John William (*21.12.1891 - †22.11.1980)
US-amer. Jurist, Politiker (Dem.) und 45. Sprecher des US-Repräsentantenhauses (1962-71).
McCormack hatte von 1929-71 einen Sitz für Massachusetts im Repräsentantenhaus inne. Nachdem Versuche, ihn von seinem Amt als Speaker zu stürzen, Ende der 1960er Jahre, erfolglos endeten, wurde er 1969 in einen Skandal verwickelt, als zwei enge Mitarbeiter verurteilt wurden. Im Mai 1970 gab er bekannt, dass er sich mit Ende der Legislaturperiode im Januar 1971 aus der Politik zurückziehen würde. Er lebte bis zu seinem Tod in der Nähe von Boston, wo er 1980 im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung starb. Er war bei Kennedys Rede zur Lage der Nation am 11.01.1962 anwesend.
McGHEE, George Crews (*10.03.1912 - †04.07.2005)
US-amerikanischer Diplomat.
McGhee war Botschafter der Vereinigten Staaten in der Türkei (1952/53), der Bundesrepublik Deutschland (1963-68) und Unterminister für politische Angelegenheiten in der Administration Kennedy (1961-63).
McMAHON, Patrick "Pappy" Henry (*24.01.1906 - †18.02.1990)
US-amerikanischer Soldat. McMahon war Maschinist auf dem Torpedoboot PT-109 unter Kommandant Kennedy. Bei der Kollision mit einem Japanischen Zerstörer in den Morgenstunden des 02.August 1943 wurde er schwer verletzt und vom späteren Präsidenten gerettet. McMahon erholte sich von seinen Verletzungen, schied im November 1945 aus der Navy aus und machte Karriere bei der Post in Cathedral City (Cal.). Nach seinem Ruhestand 1975 zog er bis zu seinem Tod in ein Genesungswohnheim in Encinitas (Cal.).
McNAMARA, Robert Strange (*09.6.1916 - †06.07.2009)
US-amerikanischer Geschäftsmann und Politiker.
McNamara wurde 1960 der erste Präsident der Ford Company, der nicht aus der Familie Ford stammte. Darüber hinaus war er Verteidigungsminister der USA (1961-68) und Präsident der Weltbank (1968-81).
MEANY, George (*16.08.1894 - †10.01.1980)
US-amerikanischer Gewerkschaftsführer. Meany war zunächst Präsident der amerikanischen Arbeitervereinigung (1952-55). Nach dem Zusammenschluß mit der CIO (Congress of Industrial Organizations) führte er auch hier den Vorsitz (1955-79). Während des 2. Weltkrieges war er Mitglied einer Gewerkschaftsgruppe zur Beratung Präsident Roosevelts. Gegen Ende der siebziger Jahre, als die Arbeitslosigkeit anstieg und das Realeinkommen absank, verlor Meany an Einfluss. Im November 1979, seine Gesundheit war ohnedies angegriffen, trat er zurück.
MEREDITH, Dr. James Howard (*25.06.1933)
US-amerikanischer Bürgerrechtler und erster afro-amerikanischer Student an der University of Mississippi. Die Immatrikulation von Meredith führte 1962 zu heftigen Unruhen, auf deren Höhepunkt Kennedy die Nationalgarde einsetzen musste. Meredith graduierte an der Universität am 18. August 1963 in Geschichte und setzte seine Ausbildung an der University of Ibadan in Nigeria fort. 1968 erwarb er an der Columbia University den Abschluss als Bachelor of Laws. Er wurde Aktienhändler.
MERIKOSKI, Veli Kaarlo (*02.01.1905 - †28.01.1982)
Finnischer Politiker und Jurist.
Merikoski war Professor an der Universität von Helsinki. Von April 1962 bis Dezember 1963 bekleidete er das Amt des Außenministers Finnlands und war in dieser Funktion bei den Trauerfeierlichkeiten anlässlich der Bestattung von John F. Kennedy anwesend.
MILTON, John (*09.12.1608 - †08.11.1674)
Englischer Dichter und Staatsphilosoph, dessen Schriften zu seiner Zeit und noch darüber hinaus von außerordentlichem Einfluß waren. Seine unter Vorzensur entstandene Areopagitica gehört zu den bedeutendsten Werken für Rede- und Pressefreiheit der Geschichte. Sein bekanntestes Werk ist das epische Gedicht "Paradise Lost" (Das verlorene Paradies). Bis heute ist sein Einfluss in der angelsächsischen Literatur und Kultur sichtbar. Milton wird in Kennedy's Rede an der Freien Universität von Berlin erwähnt.
MONROE, Marilyn (geb. MORTENSON, Norma Jeane, getaufte BAKER, gesch. DOUGHERTY, gesch. DiMAGGIO, gesch. MILLER) (*01.06.1926 - †05.08.1962)
US-amerikanische Filmschauspielerin, Fotomodell, Sängerin und Filmproduzentin. Sie wurde in den 1950er Jahren zum Weltstar, ist heute eine Filmikone und zählt zu den archetypischen Sexsymbolen des 20. Jahrhunderts. Ihr wird eine Affäre mit Präsident Kennedy nachgesagt. Am 05. August 1962 wurde sie in ihrem Schlafzimmer tot aufgefunden. Todesursache war eine Medikamentenvergiftung, die Umstände gelten bis heute als umstritten.
MORRIS, Lewis (*08.04.1726 - †22.01.1798)
US-amerikanischer Großgutbesitzer, Richter des Admiralitätsgerichtshofes der Provinz New York (1760-74), Mitglied der New Yorker Convention und des Kontinentalkongresses (1775-77), Mitglied des New Yorker Senats (1778-81, 1783-90) und Mitglied des ersten Verwaltungsrates der New York University (1784-98). Morris war Mitunterzeichner der Unabhängigkitserklärung und wurde von Kennedy während einer Rede in der Villa Hammerschmidt erwähnt.
MOXLEY, Martha Elizabeth (*16.08.1960 - †30. o. 31.10.1975)
Ehem. US-amer. Schülerin.
Moxley wurde in der Nacht vom 30. auf den 31.10.1975 ermordet. Hauptverdächtiger ist der Neffe von Ethel Kennedy, Michael Skakel, der damals auch ihr Nachbar war. Dieser soll sie aus verschmähter Liebe erschlagen haben und wurde dafür 2002 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Seit 2013 ist er bis zu einem Berufungsurteil wieder auf freiem Fuß.
MURRET, Charles Ferdinand "Dutz" (*02.03.1901 - †12.10.1964)
US-amerikanischer Bootshändler. Murret war jedoch hauptsächlich als Buchmacher im Glücksspielgeschäft tätig mit entsprechenden Kontakten zum organisierten Verbrechen. Er war der Onkel von Lee Harvey Oswald, der zeitweise auch bei ihm lebte und war für ihn eine Art Ersatzvater. Murret starb an einem Karzinom.
MURVILLE, Maurice Couve de (*24.07.1907 - †24.12.1999)
Französischer Politiker, Außenminister (1958-68), Premierminister (1968/69), Abgeordneter von Paris und Mitglied der Nationalversammlung, anfangs für die UDR, später die RPR (1968 u. 1973-86), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung (1973-78) und Senator von Paris (1986-95).
In seiner Funktion als Außenminister Frankreichs war er im November 1963 bei den Trauerfeierlichkeiten anlässlich der Beerdigung von Präsident Kennedy anwesend.
NEHRU, Jawaharlal (*14.11.1889 - †27.05.1964)
Indischer Politiker und erster Ministerpräsident Indiens (1947-64).
Ab 1929 war Nehru neben Gandhi der Führer der Unabhängigkeitsbewegung und verbrachte in der Folgezeit mehrere Jahre in Gefängnissen. Ab 1946 gehörte er der ersten provisorischen Regierung als stellvertretender Präsident an. Am 15. August 1947 erreichte Indien die Unabhängigkeit. Nehru wurde damit zum ersten Ministerpräsidenten und gleichzeitig zum Außenminister. Nachdem er 1957 und 1962 wiedergewählt wurde, starb er 1964 im Amt. Kennedy erwähnt ihn während seiner Rede zur Lage der Nation.
NEWTON, Isaac Sir (*04.01.1643 - †31.03.1727)
Englischer Verwaltungsbeamter, Naturforscher und Philosoph.
Isaac Newton ist der Verfasser der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, in denen er mit seinem Gravitationsgesetz die universelle Gravitation und die Bewegungsgesetze beschrieb und damit den Grundstein für die klassische Mechanik legte. Aufgrund seiner Leistungen, vor allem auf den Gebieten der Physik und Mathematik, gilt Sir Isaac Newton als einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten. Kennedy erwähnte ihn während seiner Rede an der Rice University 1962.
NIX, Orville Orhel (*16.04.1911 - †17.01.1972)
Ehem. Klimaanlagenbauer aus Dallas.
Nix war am Tage des Attentats mit seiner Keystone Auto-Zoom Model K-810 8mm Filmkamera auf der Dealey Plaza anwesend und filmte von der Grünfläche aus über die Elm Street in Richtung Grashügel und Bretterzaun. Dabei verwendete er jedoch einen Film für Innenaufnahmen ohne einen zusätzlichen Filter zu haben. Dadurch wurde die Aufnahme insbesondere im Bereich der Hintergründe zu dunkel. Die Klärung der Frage nach einem weiteren Schützen war somit nicht möglich.
NIXON, Richard Milhous (*09.01.1913 - †22.04.1994)
US-Politiker (Rep.), Vizepräsident der USA (1953-61) und 37. Präsident der USA (1969-74). Nixon war der republikanische Gegner Kennedy's bei den Wahlen 1960 und unterlag denkbar knapp. Bis zum heutigen Tage ist Nixon der einzige US-Präsident, der von seinem Amt zurücktrat (Watergate-Affäre). Er kam damit einem Amtsenthebungsverfahren zuvor. Knapp einen Monat nach seinem Rücktritt wurde er von seinem Nachfolger Gerald Ford in allen Punkten begnadigt.
OBAMA, Barack Hussein, Jr. (*04.08.1961)
US-amerikanischer Jurist, Politiker (Dem.), Senator für den Staat Illinois (2005-09) und 44. Präsident der USA (2009-17).
Obama setzte sich im Wahlkampf 2008 zunächst innerparteilich knapp gegen seine Rivalin Hillary Clinton, der ehemaligen First Lady durch, bevor er schließlich im November zum ersten farbigen Präsidenten der USA gewählt wurde. Einer der prominentesten Unterstützer Obama’s war Senator Edward Kennedy.
O'DONNELL, Kenneth "Kenny" Patrick (*04.03.1924 - †09.09.1977)
US-amer. Jurist, Kaufmann und persönlicher Berater der Präsidenten Kennedy und Johnson. O'Donnell war während des Studiums Stubengenosse von Robert F. Kennedy, der ihn dann auch seinem Bruder 1946 als Wahlkampfmitarbeiter vorstellte. Später wurde er einer der wichtigsten Berater des Präsidenten und blieb auch nach dessen Tod noch unter Johnson im Weißen Haus. Seine eigenen politischen Ambitionen blieben erfolglos. Als direkte Folge zu hohen Alkoholkonsums starb er 1977 an den Auswirkungen einer Magen-Darm-Erkrankung.
ONASSIS, Aristoteles "Ari" Sokrates Homer (*15.01.1906 - †15.03.1975)
Griechischer Reeder und verheiratet mit der Witwe von Präsident John F. Kennedy, Jacqueline Lee Bouvier Kennedy Onassis (1968-75).
Am 20. Oktober 1968 heiratete er Jackie Kennedy. Onassis lernte sie kennen, als sie mit ihrer Schwester zu Gast auf seiner Yacht Christina war. Die Ehe galt in der Betrachtung der Öffentlichkeit eher als unglücklich. Angeblich soll Onassis kurz vor seinem Tod gerade dabei gewesen sein, die Scheidung einzureichen.
O'REILLY, William "Bill" James, Jr. (*10.09.1949)
US-amerikanischer TV- u. Fernsehmoderator und Buchautor.
O'Reilly verfasste u.a. zusammen mit Martin Dugard das Buch "Killing Kennedy", in welchem er in weiten Teilen den Ausführungen der Warren-Kommission folgt. Das Buch war auf Platz 1 der US-Bestseller-Liste.
OSWALD, Lee Harvey (alias HIDELL, Alek James, alias LEE, O. H.) (*18.10.1939 - †24.11.1963)
Mutmaßlicher Kennedy-Attentäter, der die Tat laut Warren-Kommission allein durchgeführt haben soll. Weiterhin wird ihm die Ermordung des Streifenpolizisten J. D. Tippit zur Last gelegt, welchen er während seiner Flucht erschossen haben soll. Oswald selbst wurde zwei Tage nach dem Attentat noch im Polizeigewahrsam von dem Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen.
OSWALD, Marguerite Francis (geb. CLAVERIE, gesch. PIC, gesch. EKDAHL) (*19.07.1907 - †17.01.1981)
US-amerikanische Hausfrau und Gelegenheitsarbeiterein und Mutter des mutmaßlichen Kennedy-Mörders. Marguerite Oswald starb an Krebs und wurde direkt neben ihrem Sohn beerdigt.
OSWALD, Marina Nikolayevna (geb. PRUSAKOVA, verh. PORTER) (*17.07.1941)
Russische Pharmazeutin und Witwe von Lee Harvey Oswald.
Marina hat sich bezüglich der Schuldfrage ihres Ex-Mannes im Zusammenhang mit der Kenndy-Ermordung im Laufe der Jahre widersprüchlich geäußert. Zuletzt war sie der Meinung, Oswald habe u.a. für das FBI gearbeitet und sie sei der Überzeugung, daß er es zumindest nicht allein getan habe. 1965 heiratete sie wieder und lebt seither mit ihrem neuen Mann in Rockwall, einem Vorort von Dallas.
OSWALD, Robert Edward Lee (*04.03.1896 - †19.08.1939)
US-amerikanischer Versicherungskassierer und Vater des mutmaßlichen Kennedy-Mörders. Robert Edward Lee Oswald starb zwei Monate vor der Geburt seines Sohnes an plötzlichem Herzversagen.
OSWALD, Robert Edward Lee, Jr. (*07.04.1934)
Älterer Bruder des mutmaßlichen Kennedy-Mörders.
Robert ist bis heute davon überzeugt, daß sein Bruder tatsächlich allein für den Tod des Präsidenten verantwortlich ist. Diesbezüglich distanziert er sich klar von den Aussagen seiner Mutter. 1967 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "Lee : A Portrait of Lee Harvey Oswald by His Brother ".
Er gab in letzter Zeit einige Interviews für Reportagen und lebt gutbürgerlich in Wichita Falls, Texas.
OUZEGANE, Amar (*07.03.1910 - †05.03.1981)
Algerischer Politiker.
Ouzegane war zunächst ein Führer der Kommunistischen Partei, wechselte dann jedoch zu den Nationalisten. Er war Mitglied der ersten algerischen Nationalversammlung und wurde später Staatsminister. In dieser Funktion war er als Trauergast bei der Beerdigung von John F. Kennedy anwesend.


Persönliche Homepage des Kennedy-Sammlers
Peter W. Klages